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Resumé zu 70 Tagen Kapstadt

Zu Beginn fand ich das gar nicht so prickelnd in dieser Stadt, aber jetzt… jetzt finde ich diese Stadt einfach nur GEIL. Natürlich kommt es auch auf die Umgebung drauf an, auf die Freunde und Bekannten die man dort hat, und was man draus macht.
Also, ich mag Kapstadt.

Nach den ganz genau 70 Tagen in dieser Stadt kann ich sagen, dass ich mich in Cape Town besser auskenne als in Berlin.
Die Straßen sind im Schachbrettmuster angeordnet und jede zweite Straße ist eine Einbahnstraße (was dann auch schon mal nervig wurde, und dann kurzer Hand missachtet wurde). Man kann sich gar nicht verfahren, wenn dann fährt man Umwege^^ und durch die Berge, den Tafelberg und Lions Head kann man sich recht gut orientieren.
Auto fahren hat mir Kapstadt sowieso Spaß gemacht. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fährt es sich im Linksverkehr einfacher. An großen Kreuzungen sind Ampeln, und an kleineren Stoppschilder. Die haben das in Südafrika nicht so mit der Vorfahrt, also gilt, wer als erstes da ist, darf auch als erstes fahren. Also an diesen Kreuzungen steht an jeder Straße ein Stoppschild, man muss anhalten, guckt wer war früher da, und fährt je nach dem. Das ist eigentlich ein sehr einfaches System. Nur mit der Zeit nerven die ganzen STOP-Schilder.

Thema: Parking Guides… Was ist ein „Parking Guide“?
Ein Parking Guide wird von vielen (Frauen und AUCH Männern) auch als “Parking Engel” bezeichnet. Er hilft beim einparken! Wenn man eine Straße entlang fährt, und es so aussieht, als würde man einen Parkplatz suchen, erkennt das der Parking Guide sofort und zeigt wo der nächste freie Parkplatz ist, auch in den Querstrassen. Er winkt und weist auch prompt ein. Recht guter Service finde ich. Während man dort parkt, passt dieser auf das Fahrzeug auf, und wenn man wieder weiter fährt gibt man ihm dafür Geld, meistens so 2-3 Rand (30cent). Wenn man lange geparkt hat, sollte man eigentlich mehr geben. Und wenn man mal kein Kleingeld hat, und keine Scheine geben will, kann man sie auch mit Zigaretten bezahlen, da freuen die sich sogar noch mehr drüber^^
Ähnlich wie die Parking Guides gibt es auch „Tanking Guides“, sozusagen Tankwarte. Man darf gar nicht mal selbst tanken. Man gibt ihnen einfach an der Tanksäule den Schlüssel fürn Tank, sagt wie viel man haben will, und fertig. Während des tankens, machen sie noch freudig die Scheibe sauber, checken (wenn man es will) auch „Water and Oil“ und füllen es auch gleich auf. Natürlich ist auch das mit Trinkgeld verbunden, 3-5 Rand.
An den großen Kreuzungen stehen auch welche die Zeitungen verkaufen wollen, sobald die Ampel auf Rot umschaltet rennen sie durch die Autos und versuchen ein Geschäft zu machen. Mit der Tageszeitung klappt das recht gut, aber mit der „The Big Issue“ nicht, sie versuchen einen Monat lang jeden Tag die gleiche Zeitung zu verkaufen… 2 mal habe ich eine Tageszeitung an einer roten Ampel gekauft. Man gibt auch hier mehr als sie eigentlich kostet.

FIFA 2010… die Stadt muss strahlen, das heißt, es wird überall gebaut! Ständig werden irgendwelche Straßen oder Gehwege neu gemacht. Und die haben es nicht so mit der Absicherung von Baustellen, warum auch, klappt auch ohne! Wenn man das Loch in der Straße nicht sieht ist man halt selbst Schuld. Also steht’s mit Augen auf fahren.
Augen auf gilt auch auf der Autobahn. Weil dort laufen öfter mal Menschen drauf rum, die laufen am Seitenstreifen und warten darauf, dass ein Minibus kommt und sie mitnimmt. Oder sie überqueren die Autobahn zu Fuß, weil sie vom einen Township zum andern wollen. Da hab ich schon das eine oder andere Mal eine Vollbremsung gemacht. Aber man gewöhnt sich auch an Rollstuhlfahrer auf Autobahnauf- und Abfahrten.
Die Hupe ist das wichtigste am Auto (gleich nach dem Motor) es gilt nicht nur als Warnsignal, sondern auch als „ey, lass mich rein“. Und das klappt auch recht gut, frech kommt halt weiter!
Die Minibusse fahren auch mit Dauerhupe. Minibusse, das stellt sozusagen das öffentliche Verkehrssystem in Kapstadt dar. Es sind halt Minibusse, mit meistens 12 Sitzen, und die haben alle ihre feste Route. Es gibt keinen Fahrplan. Es gibt einen Aufkleber am Bus, zwischen welchen Ort dieser pendelt und mehr nicht. Die Busse fahren nur Hauptstraßen, und sammeln dort die Leute auch ein, und lassen sie, wo sie wollen aussteigen. Also man sagt, „ich will am KFC aufsteigen“ (natürlich auf Englisch), oder bis zu welcher Querstraße. Im City Center und für kürzere Strecken zahlt man 5 Rand, wenn man weiter will zahlt man halt mehr. Die Minibusfahrer hupen auch ständig, und fahren wie sau. Wer zu erst da ist kann zuerst umdrehen und die nächste Tour machen, und verdient mehr Geld. Aber denkt nicht, dass es Tickets gibt, nee nee, da dreht sich einer zu dir um, hält die Hand hin, du gibst ihm 5 Rand, und das wars. Die Stadtverwaltung versucht ein neues Bussystem aufzubauen, mit Tickets und Steuern zahlen… aber gegen die Minibus Mafia haben sie keine Chance.
Ich bin auch 2mal mit so einem Bus gefahren. Und es war ein Erlebnis^^ erstmal sind dort nur Schwarze drin, es läuft fette Partymusik und der Typ fährt wie ne Sau.
Parallel zu den Minibussen gibt es die Taxifahrer. Die meisten fahren auch inoffiziell, also ohne Zulassung, aber was solls. Man handelt vorher den Preis aus, und das wars. Taxameter, wasn das??? Manche Taxis haben das, aber damit fahren nur die Touris, die denken, dass die anderen Taxis unsicher sind. Obwohl ich auch nicht alleine Taxi fahren würde!
Genauso wie man nicht im dunkeln Minibus fährt, und erst recht nicht allein!
Abends, besonders am Wochenende, besteht die Longstreet nur aus Taxis. Auf 100 Autos sind 98 Taxis und 2 Touriautos.
Auf der Long am Abend treiben sich auch neben den tausenden Taxis, tausende Polizeiwagen rum. Und nicht nur Polizei sondern auch die so genannte „Crime Prevention Unit“, das sind Polizeiwagen mit einem Aufsatz drauf (wie Hundefänger) die die bettelnden Kinder von der Long einsammeln und irgendwo, meistens weit entfernt, wieder rausschmeißen. Sie nennen das „Cleaning“ (Säuberung). [wer will kann darüber keine diskutieren]
Sie sammeln auch die Gangster ein, zu mindest die, die sie finden, und nehmen sie manchmal auch mit auf die Wache… [irgendwo sinnvoll, aber auch menschenunwürdig]
ja… die Polizei ist schon komisch in Kapstadt…

Thema: Essen gehen.
An sich gibt es in Kapstadt dazu viele Möglichkeiten, billige wie auch teure, aber das nervige war immer das Bezahlen. Die können und wollen einfach keine Rechnung für jeden einzeln ausstellen, das heißt man muss immer mühselig ausrechnen wer was zahlen muss. Und dann kommt der Streit um den Tip (Trinkgeld). Eigentlich sind es immer 10%, aber wenn ich 57 Rand zahlen muss gebe ich halt nur 60, und ab und zu der Rest des Tisches damit unzufrieden. Aber bei schlechten Service, schlechter, unfreundlicher Bedienung fehlenden Zutaten sehe ich es nicht ein, mehr zu geben. Sorry, aber ich bin immer noch Schüler (oder wie man es nennen will) und verdiene kein eigenes Geld, und die Summe machts, wenn man immer Trinkgeld gibt, ist es am Ende ne ganze Menge! Aber bei guten Service gebe ich gerne mehr.

Thema: Berg
Der Tafelberg, das Wahrzeichen Kapstadts… bei schönem Wetter schafft man es nicht, nicht hoch zu diesem fundamentalen Berg zu schauen. Der Anblick ist schon atemberaubend, auch noch nach 2 Monaten. Genauso wie der Blick zum Lions Head hoch. Einfach nur schön!
Aber was diese beiden Berge mit sich bringen, sind die steilen Straßen! …oh man… was ich das Auto gequält habe… teilweise ist nur möglich im ersten Gang hoch zu fahren, eine Qual für jedes Auto bei 20% Steigung anzufahren.
Eine weitere Nebenwirkung der Berge ist, Druck auf den Ohren! Anfangs hatte ich immer Druck drauf, aber mit der Zeit gewöhnt sich der Körper daran, so dass ich am Ende keinen Druck mehr auf meinen Ohren hatte… nicht schlecht, oder^^

Thema: Mentalität
Die Mentalität der Menschen ist beeindruckend. Die Schwarzen sind alle so freundlich, sie haben ein Dauergrinsen und sagen auch immer sehr freundlich „Good Morning“, das finde ich schön. Die Leute in Kapstadt leben auch sehr ruhig, also relaxed, sie lassen sich von nichts und niemandem stressen. Nicht mal die Kassiererinnen an der Pick’n’Pay Kasse. Ich mag dieses lebensfrohe Gefühl was sie ausstrahlen (wenn sie nicht gerade Gangster sind).

Thema: MyLife
Ich habe dort wunderbare Menschen kennen gelernt, mit überwältigendem Willen etwas zu erreichen. Ich habe dort viel gesehen, mir wurde viel gezeigt, ich habe viel mit den Jungs erlebt. Ich habe viel gelernt. (siehe vorheriger Artikel)
Auch wenn ich dort nicht viel erreicht habe, wie auch, aber ich habe viel Wissens weitergegeben, ich hoffe sie wenden es richtig an und merken es sich.

Thema: Geld
Kapstadt ist vielen Punkten billiger und in vielen andern teurer, also es nimmt sich nicht viel zu Deutschland. Die Wohnung hat mich 250 Euro im Monat gekostet, das Auto 170 Euro, dann Nahrung für mich und fürs Auto. Und auch noch die ganzen Activities die machen muss, weil man grad in Kapstadt ist. Also, Kapstadt war doch teuer.

Jetzt habe ich schon wieder zu viel rumgelabert, obwohl ich eigentlich ein Resumé schreiben wollte…
Aber das Leben in Kapstadt ist schon geil, obwohl man sehr eingeschränkt ist. Ohne Auto ist man aufgeschmissen, weil es doch zu unsicher ist. Durch die Stadt laufen ist möglich, am Tage (obwohl man auch da einsame Gassen meiden sollte) aber nachts auf keinen Fall! Da ist sogar die Long Street teilweise unsicher. Und NIEMALS alleine unterwegs sein!

Dinge die ich in Kapstadt zum ersten Mal gemacht habe

  • grundsätzlich war ich ja vorher noch nie in Südafrika uns Kapstadt^^
  • ich bin zum ersten Mal im Linksverkehr gefahren, ich habe zum ersten Mal mit der linken Hand geschalten, und zum ersten Mal mit der rechten Hand den Blinker bedient.
  • ich habe noch nie ein Auto so gequält wie meinen armen Mietwagen namens „ComFord“
  • ich habe viele lustige Sachen zum ersten Mal gegessen. Wir waren im Africa Café und bei Mama Africa (Afrikanische Spezialitäten), dort habe ich Straußenfleische gegessen (sehr lecker); Kudufleisch (Antilope) schmeckt ganz normal wie Rind; Springbock (schmeckt auch ganz gut) und Krokodilfleisch, und das schmeckt eigentlich gar nicht, wie Gummi.
  • ich habe zum ersten Mal Butternuts gegessen, zum ersten Mal Porridge (Haferbrei), und die ganz trockene Porridge Variante heißt „Pump“ oder so und das ist man wie Brot mit den Händen!
  • ich habe zum ersten Mal Müsli mit Joghurt gegessen^^
  • ich war zum ersten Mal bei KFC essen (amerikanische Fastfoodkette)
  • ich habe zum ersten Mal Suschi gegessen, das ist eigentlich nur roher Fisch.
  • ich habe zum ersten Mal in einem Backpackers übernachtet
  • ich habe mir zum ersten Mal Pfefferspray gekauft, und zwar gibt es das in der Apotheke
  • ich habe mir zum ersten Mal einen Film auf englisch im Kino angesehen, und dort habe ich zum ersten Mal Popcorn mit Käsegeschmack gegessen.
  • ich habe zum ersten Mal Biltong gegessen, (getrocknetes Fleisch, wie Schinken)
  • ich habe zum ersten Mal „Boerwors“ gegessen (eine Wurst die alle möglichen Fleischsorten enthält)
  • ich habe bestimmt noch mehr Sachen zum ersten Mal gemacht… fällt mir nur grad nicht ein… und das soll jetzt nicht heißen, dass ich in Kapstadt nur gegessen habe! Sind halt nur die Besonderheiten, und das ist hier größtenteils das Essen^^
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  • ich habe auch sooo viele Tiere zum ersten Mal live gesehen (siehe Bericht Safari), und Elefanten, Reisenschildkröten, alle möglichen Affen, bunte Vögel, Skorpione, Riesenspinnen und Riesenraupen. (bestimmt noch mehr…)
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  • ich habe zum ersten Mal auf der Straße lebende Menschen gesehen.
  • ich war zum ersten Mal in einem Township
  • ich war zum ersten Mal in einer Soup Kitchen
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  • ich habe zum ersten Mal den Unterschied zwischen Schwarz und Weiß so richtig wahrgenommen!

Resumé:

Kapstadt ist schön,
Kapstadt ist gefährlich,
Kapstadt hat viele Gesichte,
Kapstadt ist auf jeden Fall eine Reise wert!

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Und ich werde wieder kommen… irgendwann… vielleicht werde ich auch an einer der Unis mal eine Weile studieren, aber fragt mich nicht WAS

Safari!!!

Eines der Dinge die man in Südafrika (oder auch dort wo es möglich ist) gemacht haben MUSS.

Also, haben wir uns auf den Weg gemacht… gute 2einhalb Stunden Autofahrt, auf südafrikanischen Auto- und Landstraßen, bis wir dann „in the middel of nowhere“ angekommen waren.
Wir waren leider 10 Minuten zu spät, so dass wir keinen Willkommens Kaffe mehr trinken durften und gleich los mussten.
Ich muss auch dazu sagen, dass die Safari um 10 Uhr beginnen sollte und wir erst 7:30 losgekommen sind. Also es war früh, verdammt früh… und ich glaub jeder junge Mensch versteht es wie man sich an einem Sonntag morgen fühlt, wenn man gerade noch auf einer Party war und ganze 3 Stunden geschlafen hat. Trotz allem und mit Hilfe von einwenig Red Bull waren wir 3 Mädels guter Laune.

Also, dort angekommen, ging es gleich los. Aufsitzen in diesen riesen Geländewagen. Ich durfte in der ersten Reihe sitzen, die Mädels hinter mir. Wir hatten einen recht netten Guide der auch sehr viel über seine Tierchen wusste (was er ja auch sollte).

Es ging gleich zu Beginn los mit Löwen (Lions), wir sind nicht besonders dicht ran gekommen, aber es ist schon so ein Tier mal live zu sehen.

SFLion

Auf den „Safari-Wegen“ dort lagen auch ab und zu mal Schildkröten (Turtles) rum. Eine ganz kleine hat unser Guide dann mal auf den Arm genommen.

SFTurtel2

Ist er nicht süß…

Ja Giraffen (Giraffes) haben da auch rum gestanden, nur die haben sich nicht viel bewegt. Und damit denen das Blut nicht immer zu Kopf steigt, befinden sich deren Essen auf Kopfhöhe.

SFgiraffe

Joa… und die Zebras (Zebras)….

SFzebras

Und die äußerst gut schmeckenden Strauße (Ostriches)… kann ich nur empfehlen mal zu essen *grins*

SFostriches

Unser Auto^^

SFauto2

Und ich glaube das waren Antilopen, bin mir aber nicht mehr so ganz sicher

SFAntilope

Und hier die überaus süßen Geparden (Cheetahs).
Die Safari Betreiber haben die für uns Touris dann auch extra aufgeschreckt, um uns zu zeigen wie schnell sie rennen können. Recht interessant, die Tierchen sind dann schön zum Startpunkt gelaufen, und dort wurde so ein Attrappen Kaninchen abgeschossen, dem die dann hinterher gerannt sind. Die sind schon schnell unterwegs, können die Geschwindigkeit aber nicht lange halten.

SFcheetas23

Wir haben auch noch mehr Tiere gesehen, aber da lohnt es sich nicht die Fotos hoch zuladen :)

Also das wären dann noch die Springboks / Springböcke, davon sind da sehr viele rumgerannt.
Dann noch Rinos/Nashörner, die waren aber sehr weit weg, und die 2 waren auch sehr träge.
Dann auch noch ganz viele Büffel, und noch mehr verschiedene Antilopen Sorten.
Dann noch son paar Vögel, wo ich die Namen nicht weiß
… und ich würde sagen, das wars an Tierchen.

Die Safari war schon recht informativ und interessant.

Im Anschluss gab es noch ein leckeres Essen, natürlich im Preis mit inbegriffen. Und als wir dann fertig waren, haben wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht…

SFLion

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